Dresdner Bank Kämpfer wider die Peanuts

Als Siegfried Guterman noch bei der Deutschen Bank war, wollte er Hilmar Kopper vor seinem "Peanuts"-Fauxpas bewahren. Später wurde er Chefsprecher bei der Dresdner Bank. Nach diversen Umbaumaßnahmen im Vorstand geht nun auch er.

Frankfurt/Main - Siegfried Guterman (52), Leiter der Unternehmenskommunikation der Dresdner Bank Gruppe , verlässt zum 31. August seinen Posten. Das meldete die Bank in knappen Zeilen, ohne nähere Gründe zu nennen.

Guterman, so heißt es weiter, bleibe dem Unternehmen als Berater verbunden. Für die kommenden Monate soll Bernhard Blohm Gutermans Aufgaben kommissarisch übernehmen, bis ein endgültiger Nachfolger gefunden ist. Blohm ist Vorstandschef des PR-Beraters Equinet und war Vize-Chefredakteur der "Welt am Sonntag".

Im Juli 2000 war Guterman mit der Truppe des neuen Vorstandssprechers Bernd Fahrholz zur Dresdner Bank gestoßen. Eine Personalie nicht ohne Pikanterie, betreute er doch zuvor die Mitarbeiterkommunikation der Deutschen Bank , bei der er unter anderem das Business-TV einführte.

Bei seinem früheren Arbeitgeber betreute er auch die Außendarstellung Hilmar Koppers. Als der bei einer Pressekonferenz über die Schneider-Pleite, die zahlreiche Handwerksbetriebe in den Konkurs riss, von "Peanuts" sprach, war Guterman dabei. Er schob Kopper rasch einen Zettel zu, er solle den Begriff doch bei nächster Gelegenheit richtig stellen. Doch der fragte nur irritiert: "Warum denn?"

Guterman hat einen guten Ruf in der Frankfurter Bankenszene. Über seine weiteren Pläne ist derzeit nichts bekannt.

Dresdner Bank: Der Kahlschlag geht weiter Dresdner Bank: Weitere Wechsel im Vorstand Dresdner Bank: Der neue Chef, Herbert Walter 

Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.