Hans-Peter Kohlhammer Netzwerk in Genf

Der Untergang der Traditionsmarke Grundig ist mit einem Mann verbunden, der nicht allzu viel dafür kann: Hans-Peter Kohlhammer. Der hat nun einen neuen Arbeitgeber gefunden.

Nürnberg/Genf - Der frühere Grundig-Chef Hans-Peter Kohlhammer (56) geht zum Telekommunikationsanbieter für die Luftfahrtindustrie SITA nach Genf. Er wurde zum Generaldirektor des Geschäftsbereichs SITA SC ernannt, der für Netzwerkdienste und Kommunikationslösungen zuständig ist.

Im Zuge der Grundig-Krise hatte Kohlhammer seinen Posten bei dem Nürnberger Elektronikkonzern Anfang April abgeben müssen. Die Societe Internationale de Telecommunications Aeronautiques (SITA) gehört der Luftfahrtindustrie.

Nach dem Rückzug des alten Max Grundig im Jahre 1984 hatten zahllose inkompetente Manager das Unternehmen kaputt geschrumpft. Mit Kohlhammer kam endlich einer, der die Branche kannte und sein Handwerk beherrschte. Zu spät. Er konnte die marode Firma (Umsatz 2002: rund 1,2 Milliarden Euro) nicht mehr retten. Fast zwei Jahre lang kämpfte er um den Fortbestand der Traditionsfirma.

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