DaimlerChrysler Spitzenmanager mit Ostneigung

Er war Vorstand beim Großversender Quelle und arbeitete beim Chemiegiganten Rhône-Poulenc. Seit über acht Jahren ist Klaus Mangold Vorstand bei DaimlerChrysler und leitet dort erfolgreich die Abteilung Services. Morgen wird Mangold 60 Jahre alt.

Stuttgart/Berlin - Seine Vita liest sich abwechslungsreich wie bei kaum einem anderen deutschen Spitzenmanager.

Die Deutsch- Mexikanische Handelskammer in Mexiko und der Chemiefaser- und Zigarettenfilterhersteller Rhône-Poulenc etwa gehörten zu den Anfangsstation von Klaus Mangold. Der gebürtige Pforzheimer, der heute im DaimlerChrysler-Vorstand das Ressort Dienstleistungen leitet, modernisierte dann in den 90er Jahren als Vorstandsvorsitzender den Versand- und Kaufhauskonzern Quelle . Am 6. Juni vollendet Mangold sein 60. Lebensjahr.

Anfang April 1995 kam Mangold nach einem etwas überraschenden Abgang bei Quelle als Vorstandsmitglied zur damaligen Daimler-Benz AG. Sein Feld war der Dienstleistungsbereich Debis, den er zu einem führende Finanzdienstleister ausbaute. Nachdem DaimlerChrysler  im Zuge der Konzentration auf das Fahrzeuggeschäft Debis umbaute und den IT- sowie Telekommunikationsbereich verkaufte, konzentrierte sich Mangold auf den Ausbau des Finanzierungsgeschäfts für Automobile.

Erfolgreicher Banker

Im vergangenen Jahr legte der bereinigte operative Gewinn von DaimlerChrysler Services um 67 Prozent auf 964 Millionen Euro zu. Die erfolgreiche Etablierung der DaimlerChrysler-Bank als Vollbank dürften zu den weiteren großen Erfolgen Mangolds in jüngster Zeit gehören.

Ende 2003 macht Klaus Mangold im Zuge der Verjüngung des DaimlerChrysler-Vorstands Platz für seinen Nachfolger Bodo Uebber. Er bleibt aber weiter im Konzern aktiv als Betreuer der Region Osteuropa und Zentralasien. Als Quelle-Chef hat Mangold sein Herz für Osteuropa entdeckt, berichten Mitarbeiter. Folgerichtig übernahm er im März 2000 als Nachfolger von Otto Wolff von Amerongen den Vorsitz des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft. Diese Funktion wird Mangold beibehalten. Viel Zeit für sein Haus im Schwarzwald und die Jagd wird ihm also kaum bleiben.

Der internationalen Kunstszene wird Mangold weiter treu bleiben. Der Manager gilt als ein ebenso kompetenter wie leidenschaftlicher Kunstkenner. Professor Klaus-Dieter Lehmann, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, würdigte das unermüdliche Engagement Mangolds für Kunst und Künstler mit den Worten: "Für Klaus Mangold ist Kunst Lebenselixier."

DaimlerChrysler: Die Bank der Sternchen

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