Ron Sommer Zweiter Frühling

"Russland ist ein schönes Land", so radebrechte in den Siebzigern die Popgruppe Dschingis Khan. Auch Ex-Telekom-Chef Ron Sommer setzt viel Hoffnung auf die russische Kapitale: Der Job als Chefberater einer Investmentgesellschaft könnte sein Comeback einläuten.

Moskau - Was macht eigentlich Ron Sommer? Seit seinem wenig glamourösen, aber angeblich mit elf Millionen Euro vergüteten Abgang bei der Deutschen Telekom (Kurswerte anzeigen) hat er sich rar gemacht. Und auch die Tatsache, dass sein Nachfolger die Probleme des Kommunikationsriesen schneller als erwartet in den Griff bekommt, mag Sommer nicht gerade strahlen lassen.

Immerhin, eine gute Nachricht gibt es: Der frühere Hoffnungsträger des Neuen Marktes wird demnächst die Moskauer Finanzgesellschaft Sistema federführend beraten. Nicht gerade ein kleiner Auftrag, macht das ehemalige Staatsunternehmen doch 2,8 Milliarden Dollar Umsatz und ist an mehreren hundert Banken und Gesellschaften beteiligt.

Damit steht Sommer einem Gremium vor, das auch sonst nicht mit illustren Namen geizt. Dazu zählt Coca-Cola-Chef Douglas Daft, der ehemalige Chef der Unesco, Federico Mayor, der russische Ex-Premier Jewgenij Primakow und auch der kürzlich abgetretene RWE-Chef Dietmar Kuhnt.

Wie weit jedoch der Einfluss der Promi-Runde reicht, ist fraglich. So hat auch der Insider der russischen Zeitung "Kommersant" seine Zweifel, dass die Berater wesentlich mehr zu tun haben, als bei ausländischen Investoren um Vertrauen zu werben.

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