Bankgesellschaft Berlin 46 Millionen Euro Schadenersatz

Die Bankgesellschaft macht Tabula rasa. Erste Konsequnez aus dem Finanzskandal: Frühere Bankmanager werden auf 46 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Berlin - Gegen ehemalige Manager der Bankgesellschaft Berlin laufen derzeit Schadensersatzprozesse über 46 Millionen Euro.

Das teilte die Finanzverwaltung bei der Vorstellung des 4. Vierteljahresberichts 2002 zur Risikoabschirmung der Bankgesellschaft mit. Die fünf Prozesse werden von Tochtergesellschaften der Bank geführt.

Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft in 70 Verfahren gegen Verantwortliche. Die Untersuchungen betreffen in erster Linie die geschlossenen Immobilienfonds und die Kredite an die Immobilienfirma Aubis.

300 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr

Weiter teilte der Senat mit, die neu gegründete Gesellschaft zur Kontrolle der Immobilien-Altrisiken der Bank (BCIA) habe Anfang des Jahres die Arbeit aufgenommen.

Durch ihre Tätigkeit soll präziser festgestellt werden, welche Risiken noch auf Berlin zukommen. Für die nächsten Jahre ist jeweils ein Zuschuss des Landes zu den verlustreichen Immobilienfonds von 300 Millionen Euro in die Finanzplanung eingestellt.

Gleichzeitig begrüßte der Senat das 2002 erzielte operative Ergebnis des Bankenkonzerns. Im Vorjahr hatte die Bankgesellschaft den operativen Verlust deutlich von 632 Millionen auf 48 Millionen Euro gesenkt. "Auch im Hinblick auf die Krise des deutschen Bankensektors ist das Ergebnis positiv zu bewerten." Diesen Vorteil gelte es durch weitere Reduzierung der Kosten und Risiken zu nutzen.

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