Spar Am Vorstand sparen

Spar, die kleinen Supermärkte von nebenan, verschwinden nach und nach von der Bildfläche. Dabei machen die Sparmaßnahmen auch vor dem Vorstand nicht halt. So wurde jetzt Personalchef Michael Ludwig degradiert.

Schenefeld - Wo hart verhandelt wird, muss oft jemand gehen. Das ist bei der angeschlagenen Spar-Gruppe nicht anders. So haben zwar nach zähen Gesprächen die Banken und der französische Mehrheitsaktionär ITM Enterprises S.A. der weiteren Finanzierung der Sanierung zugestimmt, aber der Vorstand musste auf drei Köpfe verkleinert werden.

Getroffen hat das Michael Ludwig (34), der mit sofortiger Wirkung nicht mehr dem Vorstand angehört. Seine Aufgabenbereiche soll er allerdings unterhalb der Vorstandsebene weiterführen. In Personalfragen berichtet er so künftig an den Chef des Führungsgremiums, Michael Ammann (59), und an Wolf-Dietrich von Heyking (56), wenn es um Recht und Verwaltung geht.

Die Verhandlungen mit mehr als 20 deutschen und französischen Banken hatten sich über Wochen hingezogen und waren nach Angaben der "Lebensmittel-Zeitung" unter nervenaufreibenden Umständen geführt worden. Details aus den neuen Verträgen wurden nicht bekannt. Die Gruppe wird bis Ende dieses Jahres 100 Verbrauchermärkte unter den Markennamen Eurospar und Intermarché schließen. Langfristiges Ziel ist die Konzentration auf den Großhandel und die Discount-Kette Netto.

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