Dorian Simon Den Skandal hinter sich lassen

Der Ex-MLP-Manager scheint sich von der Schlammschlacht des vergangenen Jahres erholt zu haben. Sein neuer Arbeitgeber jedenfalls interessiert sich nicht für Skandale.

Hamburg - Das Internet-Finanzportal Financescout24 hat sich ein illustres Vorstandsmitglied gesucht: Dorian Simon ist im vergangenen Jahr vor allem durch die Schlammschlacht nach seinem Rausschmiss beim Heidelberger Finanzdienstleister MLP aufgefallen.

Dennoch soll er im Vorstand von Financescout24 künftig eine tragende Rolle spielen. Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte einen Unternehmenssprecher, wonach der Skandal bei der Anstellung keinerlei Rolle gespielt habe, sondern nur die Qualifikation. Welche Aufgaben er übernehmen werde, war nicht in Erfahrung zu bringen.

MLP hatte Simon fristlos und ohne Angabe von Gründen gekündigt. Angeblich setzte eine Londoner Investmentbankerin Simon mit einer Sexaffäre unter Druck, damit er Geschäftsinterna nach draußen gebe. Das Motiv der Bankerin seien Leerverkäufe und die Vorbereitung einer unfreundlichen Übernahme durch Konkurrenzunternehmen gewesen.

Simon verklagte seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen Rufschädigung, MLP zog mit dem gefeuerten Manager wegen Geheimnisverrats vor Gericht. Noch nicht alle Verfahren sind entschieden, Simon hofft wohl noch immer auf eine Entschädigung.

Financescout24 ist eine Tochter von Scout24. Die Onlinefirma der Beisheim Holding Schweiz (BHS) – ein Unternehmen von Metro-Gründer Otto Beisheim – meldete für das vierte Quartal 2002 erstmals einen Cash-Break-even. Auch für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem positiven Ergebnis.

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