Rückblick 2002 Abgang des Jahres

Er kämpfte zäh um seinen Job. Doch als der Aufsichtsrat Ron Sommer die Rückendeckung verweigerte, musste der glücklose Telekom-Chef gehen. Nun lächelt der Strahlemann zwar nicht mehr, kann sich aber mit reichlich Abschieds-Penunzen trösten.
Von Klaus Boldt

Wenn "Bild" was will, dann wird nicht lange gelabert: "Stoppen Sie diesen Wahnsinn!" verlangte die Hamburger Volksstimme von Bundesfinanzminister Hans Eichel.

65 Millionen Euro sollte der gescheiterte Telekom-Chef Ron Sommer nach seinem Rauswurf kassieren. Gut, die Zahl war falsch. Es sind wohl nur 11,6 Millionen, wie die Telekom  ungewöhnlich schnell und bereitwillig gestand.

Aber vermutlich ist selbst dies viel zuviel für einen Mann, der immer viel besser aussah und einen viel besseren Eindruck machte als die Arbeit, die er erledigte. Das war schon bei Sony so.

Übrigens irrer noch: Mit Aktienoptionen hätten Sommer und Kollegen bei besserer Börsenlage hunderte von Millionen Euro einstreichen können – wofür ein Teenie lange simsen oder gelegentlich in die Bickbeeren muss, wie man in Hamburg leichthin sagt, dem Sitz nicht nur der "Bild", sondern auch des manager magazins.

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