Soraya Wer erbt die Millionen der Ex-Kaiserin?

Kinder hatte die deutsch-persische Monarchin nicht. Jetzt sucht die Kölner Justiz Erben.

Köln - Soraya war am 25. Oktober 2001 von ihrer Putzfrau tot in ihrer Pariser Wohnung gefunden worden. Sie wurde 69 Jahre alt.

Nur eine Woche später starb ihr Bruder Fürst Bijan Esfandiary, der in Köln lebte, ebenfalls in Paris. "Er war ihr einziger naher Verwandter", sagte Birgit Niepmann, Sprecherin des Amtsgerichts Köln.

Die Ex-Kaiserin habe ein Testament vor einem französischen Notar abgelegt, sagte Niepmann. "Darin sind ihr Bruder und verschiedene karitative Organisationen bedacht worden." Vom Bruder wiederum existiere ein Tagebuch mit arabischen Aufzeichnungen, die als Testament gedeutet werden könnten. Der Kölner Nachlassrichter überprüfe nun, ob es einen Erben gibt und wer das ist, sagte die Sprecherin.

Zwar hätten sich beim Gericht inzwischen ein möglicher Erbe und auch karitative Organisationen gemeldet, die Anspruch auf das Vermögen erheben. Doch werde die Klärung wohl noch geraume Zeit dauern. Sollte sich kein Erbe finden, fallen die Millionen der Soraya an das Land Nordrhein-Westfalen. Doch das sei eher unwahrscheinlich, meint Niepmann.

Laut "Kölner Express" wird das Vermögen auf mindestens zehn Millionen Euro geschätzt. Die Juwelen, Kunstwerke und ein Rolls Royce seien bereits in Paris versteigert worden.

Soraya, "die Prinzessin mit den traurigen Augen", bestimmte in den fünfziger und sechziger Jahren die Titelseiten der Boulevardpresse. Die deutsch-persische Monarchin war in Berlin aufgewachsen. Von 1951 bis 1958 war sie mit dem persischen Schah Reza Pahlavi (1919-1980) verheiratet, bevor die Ehe wegen Kinderlosigkeit aufgelöst wurde.

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