Tyco Nichts dazu gelernt?

Entgegen den Regeln der Regulierungsbehörde sollten zwei Skandal-Vorstände im Amt bleiben.

New York - Beim krisen- und skandalgeschüttelten US-Mischkonzern Tyco International gestaltet sich der Neuanfang schwierig.

Eigentlich sollte die elfköpfige Vorstandsriege nach dem Willen von Regulierungsbehörden und Aktionären vollkommen neu besetzt werden. Der amtierende Vorstandschef Ed Breen allerdings hatte versucht mit Richard Bodman und Lord Michael Ashcroft, die bereits im Vorstand unter dem mutmaßlichen Betrüger und Ex-Tyco-Chef Dennis Kozlowski tätig waren, im Unternehmen zu halten.

Dieser Antrag wurde aber vom Tyco-Vorstand abgelehnt. Die Führungsriege werde Bodman und Ashcroft stattdessen in Zukunft als Berater hinzuziehen, hieß es vom Unternehmen.

Kozlowski und der ehemalige Tyco-Finanzvorstand Mark Swartz werden beschuldigt, den Mischkonzern um 170 Millionen Dollar betrogen und Aktienbetrug in Höhe von 430 Millionen Dollar begangen zu haben.

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