General Electric Aufräumarbeiten

Der Mischkonzern unterwirft sich den neuen Börsenregeln - und weist zwei AR-Mitgliedern die Tür.

New York – Der Mischkonzern General Electric hat entschieden, dass Fiat-Präsident Paolo Fresco und Sun Microsystems-Chef Scott McNealy nicht länger im seinem Aufsichtsrat sitzen sollen. Grund: Ihre Unternehmen machen Geschäfte mit GE. Und das passt nicht mit den neuen Vorschriften der New York Stock Exchange zusammen.

Die Börse verlangt von Unternehmen, die notiert sind, dass die Mehrheit der Board-Mitglieder, die die Geschäftsführung kontrollieren, unabhängig sind. Der neue Vorschrift hilft dem Konzern sein Image bei den Investoren aufzubessern, das durch Kritik am Geschäftsmodell und an den Skandalen um das Pensionspaket von Jack Welch gelitten hat.

Weitere US-Unternehmen, die in der Kritik stehen, zu viele abhängige Mitglieder in ihrem Board sitzen zu haben, sind Dow Chemical, Walt Disney und AOL Time Warner. Das prominenteste Aufsichtsratmitglied bei AOL ist Steve Case, der gleichzeitig Mitarbeiter des Unternehmens ist. GE-Konkurrent United Technologies hat nach eigenen Angaben 9 der 11 Aufsichtsratsposten mit unabhängigen Mitgliedern besetzt.