Belgacom Schwerer Verlust

Herzinfarkt - John Goosens, Chef des belgischen Telko-Konzerns, starb an der Rennstrecke.

Brüssel/Francorchamps - Der plötzliche Tod des Vorstandschefs des belgischen Telekommunikationskonzerns Belgacom, John Goosens, hat am Samstag in Belgien Bestürzung und Trauer ausgelöst.

Premierminister Guy Verhofstadt nannte Goosens einen "großen Mann", dessen Karriere außergewöhnlich gewesen sei. Die Brüsseler Tageszeitung "Le Soir" titelte: "Die Belgacom hat ihren Kapitän verloren." Belgacom mit 20.000 Mitarbeitern ist eines der größten belgischen Unternehmen und gilt als einer der wenigen unverschuldeten Telekombetriebe in Europa.

Goosens war am Freitag im Alter von 57 Jahren gestorben. Er erlitt bei einer Versammlung seines Unternehmens an der Formel-1-Rennstrecke im ostbelgischen Francorchamps einen Herzinfarkt. Der Manager hatte sich bis zuletzt mit aller Energie für die Rettung des dortigen Formel-1-Rennens eingesetzt.

Der Automobil-Weltverband FIA hatte das Rennen in Francorchamps unlängst aus dem Kalender für die kommende Saison gestrichen. Hintergrund ist ein Tabak-Werbeverbot, das ab 2003 in Belgien in Kraft tritt.