Kinowelt "Vorwürfe durchweg unbegründet"

Michael Kölmel ist wieder obenauf. Er will die gegen ihn erhobenen Vorwürfe "umgehend entkräften".

München - Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft hat Kinowelt-Gründer Michael Kölmel die Vorwürfe zurückgewiesen.

"Die gegen mich erhobenen Vorwürfe der Untreue und der Insolvenzverschleppung sind durchweg unbegründet", teilte Kölmel in München mit. Er war wegen Fluchtgefahr verhaftet worden.

Die Staatsanwaltschaft habe ihm bisher keine Gelegenheit zur Aufklärung der angeblich unklaren Geschäftsvorgänge gegeben, erklärte Kölmel. Er wolle jetzt die Gelegenheit nutzen, die Vorwürfe "umgehend zu entkräften". Kölmel geht davon aus, dass die Übernahme der insolventen Kinowelt wie geplant über die Bühne geht.

Der Haftbefehl gegen Kölmel war am Dienstag außer Vollzug gesetzt worden. Nach Hinterlegung von 400 000 Euro Kaution kam der Manager wieder auf freien Fuß. Kölmel will nun wie geplant gemeinsam mit seinem Bruder Rainer und Geschäftspartnern das Kerngeschäft des Kinowelt-Konzerns übernehmen.

Steht die Finanzierung?

"Es gibt bisher keinen Anhaltspunkt, dass die Finanzierung gefährdet ist", sagt ein Geschäftspartner Kölmels. Kölmel sollte eigentlich bis Ende Oktober 32 Millionen Euro für die Überreste des von ihm gegründeten Unternehmens bezahlen. Als Finanzier steht ihm in erster Linie die Sparkasse Leipzig zur Seite.

Kinowelt  hatte im Dezember 2001 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt, nachdem das Unternehmen in den ersten neun Monaten Verluste von mehr als 300 Millionen Euro gemacht hatte. Im Mai wurde das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet.

Kinowelt: Kölmel auf freiem Fuß Kinowelt: Kölmel verhaftet Kinowelt: Kann das Kerngeschäft gerettet werden?

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