BMW China-Partner in Handschellen

Ärger beim China-Partner von BMW - Der Ex-Chef ist verhaftet worden. Vorwurf: Wirtschaftsverbrechen.

Schanghai - Yang Rong, Gründer und bis Sommer Chairman des chinesischen BMW-Partners Brilliance China Automotive Holdings, ist wegen des Vorwurfs der Beteiligung an Wirtschaftsverbrechen verhaftet worden.

Er reiht sich damit ein in eine wachsende Zahl chinesischer Unternehmer und Wirtschaftsführer, die vom Staat unter anderem wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung inhaftiert werden. Yang gilt als drittreichster Mann des Landes, sein Vermögen wird auf eine knappe Milliarde Dollar geschätzt.

Brilliance ist der größte Hersteller von Kleinbussen in der Volksrepublik. BMW  hatte Ende Juni die Genehmigung für ein Gemeinschaftsunternehmen mit Brilliance erhalten und will ab 2003 den 3er BMW in China bauen.

Brilliance betont, nicht in Yangs unterstellte Machenschaften eingebunden gewesen zu sein. Yang war im Juni zum Rücktritt als Chairman gezwungen, nachdem ihm vorgeworfen worden war, dem Unternehmen Geld zu entziehen. Er blieb aber Direktor von Brilliance China und ist Chairman der Schanghaier Shenhua Holdings Co. Ltd., einem börsennotierten Zulieferer für Brilliance.

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