Bausch & Lomb Schummelei aufgedeckt

Der Chef des Kontaktlinsenherstellers muss seine Biographie korrigieren.

New York - Dass einige US-Wirtschaftsunternehmen ihre Bilanzen gefälscht haben, ist bekannt. Immer häufiger werden jetzt in den Lebensläufen der Manager Unstimmigkeiten entdeckt. Der neuste Fall spielt beim Kontaktlinsenhersteller Bausch & Lomb.

Deren Chef, Ronald Zarrella, hat entgegen anders lautenden Angaben in der Konzernbiografie keinen MBA-Titel (Master of Business Administration) von der Universität New York erhalten. Zarrella habe zwar die Graduate School der Universität besucht, die Ausbildung aber nicht mit dem MBA-Titel abgeschlossen, sagte eine Firmensprecherin in New York.

"Wir sind auf eine Unstimmigkeit in seiner Biografie aufmerksam gemacht worden", sagte die Sprecherin weiter. "Wir haben nachgeforscht und mit ihm gesprochen und es korrigiert." In einer Firmenmitteilung hieß es, der Fehler habe Zarrella in Verlegenheit gebracht. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hätten aber ihre volle Unterstützung für Zarrella und seinen Führungsstil bekundet. Das Unternehmen gehe von einem Fehler und keinem absichtlichen Täuschungsmanöver aus.

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