Sanford Weill Inquisitor Maximus

Rufschädiger werden getilgt - der Chef der größten Bank der Welt entfernt Verdächtige.

New York - Der weltgrößte Finanzdienstleister, die amerikanische Citigroup, zieht weitere Konsequenzen aus den jüngsten Bilanzskandalen.

Diesmal trifft es zwei Mitarbeiter der Aktienanalyse, die mit dem inzwischen ausgeschiedenen Telekomanalysten Jack Grubman zusammengearbeitet hatten. John Hoffmann, für das Research der Citigroup-Tochter Salomon Smith Barney verantwortlich, geht in den Ruhestand. Er war 38 Jahre lang im Unternehmen. Kevin McCaffrey, bisher zuständig für die Aktienanalyse in den USA, wird Leiter Vertrieb und Marketing für das Internet-Geschäft.

Der Citigroup wird vorgeworfen, Aktienanalysen im Interesse des Investmentbanking geschönt zu haben. So wurde der Analyst Jack Grubman nachweislich dazu angehalten, die Aktie von AT&T besser zu puschen, damit die Citigroup-Tochter Salomon Smith Barney von den erklecklichen Provisionen profitiert.

Bisher konnte Sanford Weill keine direkte Beteiligung an den Betrügereien nachgewiesen werden. Es wird aber vermutet, dass die Umstrukturierungen langfristig eine Ablösung des Citigroup-Chefs vorbereiten sollen.

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