Dresdner Bank Sind aller guten Dinge vier?

Ein Managementkomitee soll angeblich den gefeuerten Vorstand Leonhard Fischer ersetzen.

London - Die Dresdner Bank will wahrscheinlich ein Management Committee gründen, um den abgelösten Vorstand Leonhard Fischer zu ersetzen. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Dem Gremium sollen laut dem am Freitag erschienenen Bericht vier Manager angehören, wobei ein "primus inter pares" direkt an den Dresdner-Vorstandsvorsitzenden Bernd Fahrholz berichtet.

Diese Lösung könnte bereits in der nächsten Woche präsentiert werden, sei aus informierten Kreisen zu hören gewesen. Mit der Lösung solle die schwierige Situation innerhalb des Instituts überwunden werden, die sich aus der Zusammenführung von Kreditgeschäft mit dem Investmentgeschäft von Dresdner Kleinwort Wasserstein ergeben habe, heißt es im "WSJ" weiter.

Eine Sprecherin der Dresdner Bank wollte den Zeitungsbericht auf Anfrage von manager-magazin.de nicht kommentieren. Bankkreisen zufolge soll aber in der kommenden Woche eine Entscheidung über die Neuordnung der Führungsspitze um Fahrholz präsentiert werden.

Die Allianz-Tochter hatte nach einem Milliardenverlust im zweiten Quartal die Notbremse gezogen und den Abbau von zusätzlich bis zu 3000 Jobs angekündigt. Insgesamt streicht die Dresdner Bank damit rund 11.000 Stellen. Ende 2001 waren noch knapp 50.000 Mitarbeiter bei dem Institut beschäftigt, davon etwa 40.000 in Deutschland. Allein bei Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) sollen rund 1200 Arbeitsplätze wegfallen.

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