Axel Springer Verlag "Bild" ohne Verleger

Neues Kapitel im Familienstreit: Axel Sven Springer, der Enkel des legendären Medienunternehmers, legt vorerst seinen Geschäftsführerposten nieder.

Berlin - Ursache für den vorübergehenden Rückzug aus der Geschäftsführung der "Bild"-Gruppe von Axel Sven Springer ist der Familienstreit um das Erbe in Europas großem Medienunternehmen.

Die Regelung sei "in gegenseitigem Einvernehmen" zwischen Axel Sven Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner getroffen worden, um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden. Sobald die juristischen Sachverhalte geklärt seien, werde der 36-Jährige seine Tätigkeit für den Verlag wieder aufnehmen.

Derzeit streitet sich der Enkel von Verlagsgründer Axel Cäsar Springer vor Gericht mit Verlegerwitwe Friede Springer über eine Erbvereinbarung aus dem Jahr 1985. Hintergrund: Die Geschwister Axel Sven und Ariane Springer sind ebenso wie die Witwe Aktionäre des Verlags.

Sie halten jeweils fünf Prozent an der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, die restlichen 90 Prozent sind in den Händen von Friede Springer. Diese Gesellschaft besitzt 50 Prozent plus 10 Aktien des Axel Springer Verlags.

Erbstreit um das Vermächtnis von Axel C.

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