Max Strauß Anklage weiter offen

Ob der Junior-Strauß angeklagt wird, entscheidet sich bis Ende des Monats.

Augsburg - Die Augsburger Oberstaatsanwaltschaft hatte den Strauß-Verteidigern eine Frist gesetzt: Bis heute sollten sie Unterlagen einreichen, die "substanziell Neues" von dem in der Affäre mitmischenden, dubiosen Waffenhändler Schreiber bringen.

Tatsächlich. "Per Fax kamen einige Dokumente", bestätigt der leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz auf Anfrage von manager-magazin.de. "Über den Inhalt kann ich aber wegen des Steuergeheimnisses nichts sagen", gab sich Nemetz wortkarg.

Auch ein neuer Zeuge, "ein deutscher Staatsbürger", kommt unerwartet ins Spiel, der allerdings "nicht sehr wichtig ist", wie der Chefankläger weiter mitteilte. Die Sichtung und Beurteilung der eingereichten Dokumente werde auf jeden Fall in diesem Monat abgeschlossen sein.

Eine Zeitungsmeldung, wonach dem Sohn des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß (CSU)eine Anklage droht, wollte Nemetz nicht bestätigen. Max Strauß wird verdächtigt, bei Airbus-Geschäften des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber 5,2 Millionen Mark (2,6 Millionen Euro) kassiert und nicht versteuert zu haben. Strauß bestreitet dies.

Von einer möglichen Aussage des Waffenhändlers Schreiber erhoffen sich die Strauß-Anwälte eine Entlastung ihres Mandanten, gegen den seit mehr als sechs Jahren ermittelt wird.

Hohe Haftstrafen

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