Worldcom Die Raubritter plädieren auf nicht schuldig

Wer versenkte über sieben Milliarden Dollar? Scott Sullivan ist sich keiner Schuld bewusst.

New York - Scott Sullivan, der ehemalige Finanzchef des im Konkursverfahren befindlichen US-Telekomunternehmens Worldcom, hat sich am Mittwoch in einem New Yorker Gericht als nicht schuldig bezeichnet. Das berichtete die amerikanische Wirtschaftsagentur "Bloomberg".

Sullivan wird in der Klage vorgeworfen, einen Milliarden-Bilanzbetrugsskandal bei dem schwer angeschlagenen Telekomkonzern inszeniert zu haben. Sullivan (40) hatte seinen ersten Gerichtsauftritt seit ihn eine Klagekammer in der vergangenen Woche bezichtigt hatte, Verluste bei Worldcom verschleiert zu haben. Der mitangeklagte ehemalige Buchhaltungs-Direktor Buford Yates Jr. hat sich ebenfalls als nicht schuldig bezeichnet.

7,2 Milliarden Dollar Falschbuchungen

Worldcom hatte zugegeben, seit 1999 insgesamt 7,2 Milliarden Dollar (7,23 Milliarden Euro) an Falschbuchungen vorgenommen zu haben. Die Worldcom-Gewinne sollen erhöht worden sein, indem Kosten verschleiert wurden.

Sullivan war am 1. August gemeinsam mit David Myers, dem ehemaligen Leiter der Buchführungssparte, festgenommen worden. Myers verhandelt mit der Staatsanwaltschaft. Er möchte für seine Kooperation ein niedrigeres Strafmaß erhalten.

Zwei andere Worldcom-Beschäftigte, Betty Vinson und Troy Normand, befinden sich ebenfalls in Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft. Myers, Vinson und Normand sind als nicht angeklagte Mitverschwörer aufgeführt worden.

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