Miss Germany Entlassen

"Ich bin überrascht", sagt MGC-Chef Horst Klemmer. Eigentlich hätte er Miss Germany 2001 alias Katrin Wrobel vermarkten sollen. Aber Deutschlands Schönste kündigte den Vertrag - per Gerichtsentscheid.

Berlin - Die bisherigen Manager der amtierenden "Miss Germany" Katrin Wrobel haben sich überrascht gezeigt, dass die Berlinerin ihre weitere Vermarktung durch das Unternehmen per Gerichtsentscheid hat verbieten lassen.

"Wir haben in keiner Weise etwas davon gehört. Zugestellt worden ist gar nichts, und es ist uns auch nicht mitgeteilt worden, dass ein solcher Antrag gestellt worden ist", sagte die Anwältin des bisherigen Wrobel-Managements, Anke Roebke, am Montag. Wrobel hatte den Vertrag mit der MGC gekündigt, weil sie sich mit einem anderen Management bessere Vermarktungsmöglichkeiten erhofft.

Wie eine Sprecherin des Berliner Landgerichts bestätigte, war am Freitag per einstweiliger Verfügung der MGC untersagt worden, "sich gegenüber Dritten als Manager auszugeben, für Frau Wrobel Verträge abzuschließen oder anzubahnen." Wrobels Anwalt Christian Schertz sagte, er habe den Gerichtsentscheid beantragt, weil die MGC auch nach der Kündigung als Wrobels Management aufgetreten sei.

"Du behältst Deine Schärpe und erledigt"

Wie seiner Anwältin lag auch MGC-Chef Horst Klemmer am Montag nach einen Worten kein entsprechender Entscheid vor. "Ich bin auch überrascht", sagte er.

Seine Anwälte hätten Wrobel ein Vergleichsangebot gemacht, doch eigentlich hätte er sich gerne mit der 24-Jährigen ohne Rechtsexperten und Aufsehen der Medien geeinigt. Wrobel: "Hätte die Katrin mal vernünftig mit uns gesprochen, dann hätten wir gesagt, Katrin, komm, lass uns den Vertrag auflösen, mach das so, Du behältst Deine Schärpe und erledigt."

Wrobel steht ihren Anwälten zufolge in Verhandlungen über Fernseh-Moderationen. Die einstige zahnmedizinische Fachassistentin hatte im Januar die Miss-Wahl gewonnen.

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