DEAG Vorstand verkleinert

Die Restrukturierungsmaßnahmen sind abgeschlossen. Peter Schwenkow ist trotz des Stella-Debakels unumstrittener Herr im Haus.

Berlin - Die DEAG Deutsche Entertainment AG  hat mit der Verkleinerung des Vorstands und zweier Beteiligungsverkäufe ihre Restrukturierungsmaßnahmen weitgehend abgeschlossen.

Wie das Unternehmen mitteilte, verlässt Vorstandsmitglied Dietmar Glodde die DEAG. Der Bereich Operations werde von CEO Peter Schwenkow, der das operative Geschäft bereits in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet hatte, dauerhaft übernommen.

Zudem veräußert die DEAG zwei Beteiligungsgesellschaften. So wird "im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft" die 50-prozentige Beteiligung an der Gastronomiegesellschaft LSG Event an den Mitgesellschafter, die LSG Airport Gastronomie GmbH, verkauft.

Die Stella-Pleite ist noch nicht verdaut

Langfristige Verträge für den gastronomischen Betrieb des Wintergarten Varietes in Berlin und die Bewirtschaftung der Jahrhunderthalle in Frankfurt werden abgeschlossen, heißt es. Auch wird der 40-prozentige Anteil an der Richard Ogden Management in London an den Mitgesellschafter Richard Ogden veräußert. Die Maßnahmen sollen nach Unternehmensangaben zu einer Ersparnis von mehr als einer Million Euro pro Jahr führen.

Erst kürzlich musste die DEAG ihre Zahlen auf Grund der Stella-Pleite weit nach unten korrigieren. Das Debakel um den zahlungsunfähigen Musicalkonzern hatte ein tiefes Loch in die Kassen gerissen.

Die Deag hatte Ende April mitgeteilt, sie wolle sich aus dem Musicalgeschäft zurückziehen und die erst vor zwei Jahren erworbenen Stella-Anteile wieder abstoßen. Deag-Chef Peter Schwenkow hatte die Auswirkungen der Stella-Pleite auf den Mutterkonzern kürzlich "überschaubar" genannt.