Boris Becker Knapp bei Kasse?

Der Tennisstar leiht sich Geld, um die Fiskusschulden zu begleichen. Sein Berater Hans-Dieter Cleven soll die nötigen Millionen vorschießen.

München - Der frühere Tennis-Star Boris Becker will seine Steuerschulden mit Hilfe eines Kredits seines Beraters Hans-Dieter Cleven nachzahlen. Cleven solle dem dreimaligen Wimbledon-Sieger einen Großteil des Geldes zu Verfügung stellen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner neuen Ausgabe.

Der Berater verlange Sicherheiten in Form von Immobilien, worüber sich beide noch nicht geeinigt hätten. Offen sei derzeit auch noch, ob Becker zusätzlich weitere drei Millionen Euro an Zinsen entrichten müsse.

Die Staatsanwaltschaft wirft Becker vor, dem Fiskus 5,2 Millionen Euro in den Jahren 1991 bis 1993 vorenthalten zu haben, indem er das Steuerparadies Monaco als Wohnsitz angab, in Wirklichkeit aber in München lebte. Um seine Steuerschulden begleichen zu können, hat Becker Berichten zufolge seine noble Bogenhausener Villa bereits verkauft und ist in eine Mietwohnung gezogen. Er muss die Steuern bis Ende August nachzahlen, sonst droht ihm ein Prozess vor dem Münchner Landgericht.

Außerdem will "Focus" zufolge der Konkursverwalter von Beckers Pleite gegangener Firma Sportgate am Dienstag eine Klage gegen den 34-Jährigen einreichen, die ihn gerichtlich zur Zahlung von 1,5 Millionen Euro verpflichten soll.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.