Babcock Borsig Die Lust vergangen

Steag-Chef Jochen Melchior tritt laut Medienberichten sein Amt als neuer Babcock-Chef erst gar nicht an. Einen neuen Kandidaten für die Lederer-Nachfolge gibt es noch nicht.

Berlin/Essen - Die Entwicklung bei Babcock Borsig hat nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" zu einer ersten personellen Konsequenz geführt: Jochen Melchior, Chef des Essener Kraftwerksbetreibers Steag, werde nicht Nachfolger des zurückgetretenen Klaus Lederer, schreibt die Zeitung in ihrer Samstagsausgabe. Dies hätten Großaktionäre und Gläubigerbanken des insolventen Unternehmens bestätigt.

Melchior habe unter der Voraussetzung zu Babcock wechseln wollen, dass das von der Unternehmensberatung Roland Berger erstellte Restrukturierungskonzept umgesetzt wird. Dieses Konzept stehe nicht mehr zur Diskussion, habe ein Bankenvertreter gesagt. Melchior war für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement bemühe sich derzeit mit dem Babcock-Aufsichtsratschef Friedel Neuber um die Zusammenstellung einer neuen Führungsmannschaft, schreibt das Blatt. Inbegriffen sei nicht nur ein neuer Vorstandsvorsitzender, auch die übrigen Vorstandsposten würden neu besetzt.

Babcock Borsig: Entscheidung fällt nicht vor Montag

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