Sponsoring Ronaldo droht Klage

Mangelhafte Werbewirkung - der Schweizer Uhrenhersteller Montega möchte Schadenersatz.

Mailand - Weil er wegen langwieriger Verletzungen kaum gespielt habe, sei Ronaldo seinen Pflichten aus dem 1998 abgeschlossenen Dreijahresvertrag über 5,2 Millionen Euro nicht nachgekommen.

Nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" fordern die Schweizer zehn Millionen Euro Schadenersatz, weil von der Ronaldo-Uhrenkollektion "R9" während der Zwangspause des Stürmers mehrere tausend Exemplare unverkauft geblieben waren.

Außerdem weigert sich Montega, die noch ausstehende Summe von vier Millionen Euro zu bezahlen. Der Uhrenproduzent verlangt vom Brasilianer außerdem die Rückzahlung der 1,2 Millionen Euro, die bei der Vertragsschließung gezahlt worden waren.

Ronaldos Rechtsanwälte fordern konkrete Beweise, dass die Firma wegen Ronaldos Pause Schaden erlitten hat, doch der Uhrenproduzent weigert sich, die Bilanzbücher offen zu legen. Jetzt muss ein Gericht in Genf entscheiden.

Nicht mit allen Sponsoren hat Ronaldo Ärger. Nach dem WM-Erfolg will Sportartikelhersteller Nike den Vertrag von 1,5 auf 3,5 Millionen Euro erhöhen. Auch der Mailänder Reifenproduzent Pirelli will den Werbevertrag mit dem Brasilianer um 1,5 Millionen Euro aufstocken.

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