Herbert Ebertz Banken setzen sich durch

Der Aufsichtsratschef der Hotelgruppe Dorint muss auf Druck der Gläubiger gehen.

Düsseldorf - Angesichts massiver finanzieller Probleme der Dorint AG  wird Aufsichtsratschef Herbert Ebertz einem Pressebericht zufolge sein Amt auf Druck der Banken abgeben. "Ich gehe davon aus, dass ich künftig nicht mehr den Vorsitz innehabe, um Spekulationen über Interessenskollisionen aus dem Weg zu gehen", sagte der Kölner dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Ebertz ist mit einem Anteil von knapp 40 Prozent größter Aktionär bei Deutschlands größter Hotelgruppe.

Nach Informationen der Zeitung sollen fünf Banken in der letzten Juni-Woche mit einer rettenden Finanzspritze ausgeholfen haben, um Liquiditätsengpässe bei Dorint sowie bei Großinvestor Ebertz zu überbrücken. Von einem Bankenkredit in Höhe von 20 Millionen Euro hätte Ebertz die Hälfte direkt als Forderungsausgleich an Dorint weiterleiten müssen. Als Sicherheit für den Kredit forderten die Banken der Zeitung zufolge das Dorint-Aktienpaket der Familie Ebertz.

Die Banken sollen nach Angaben aus Finanzkreisen zudem auf weiteren Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat bestehen, so das Blatt.

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