Deutsche Bahn Weich gelandet

In der Politik war der ehemalige Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) aufs Abstellgleis geraten. Nun hat der ausrangierte Politiker bei der Deutschen Bahn ein Ein- und Unterkommen gefunden.

Saarbrücken - Reinhard Klimmt soll künftig als "Beauftragter des Vorstandes der Deutschen Bahn AG" die Interessen des Unternehmens bei der französischen Regierung in Paris, bei der Europäischen Union in Brüssel und bei den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes vertreten. Das meldete am Samstag die Saarbrücker Zeitung". Der bis zum 31. Mai 2005 befristete Vertrag sei unterschriftsreif, bestätigte Klimmt der Zeitung.

Auch ein Bahnsprecher bestätigte, dass Klimmt Berater der Bahn wird. Klimmt hatte sein Ministerpräsidentenamt im Saarland verloren und war daraufhin im September 1999 Verkehrsminister in Berlin geworden. In dieser Funktion arbeitete er eng mit Bahnchef Hartmut Mehdorn zusammen.

Im Zusammenhang mit der saarländischen Dörfert-Affäre erhielt Klimmt einen Strafbefehl über 13.800 Euro wegen Beihilfe zur Untreue und trat deshalb im November 2000 als Minister zurück.

Neben Klimmt wird ein weiterer ausrangierter Politiker das Lobbyistentum pflegen: Der ehemalige Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier (SPD) werde eine ähnliche Aufgabe in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wahrnehmen, fügte der Bahnsprecher hinzu.


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