Asclepion-Meditec Die Fusion entlässt ihre Kinder

Strukturwandel nach Verschmelzung - Asclepion-Chef Bernhard Seitz verlässt die neue AG.

Jena - Mit der bevorstehenden Fusion zwischen der Jenaer Asclepion-Meditec AG und der Augenheilkundesparte von Carl Zeiss verlässt der Asclepion-Chef Bernhard Seitz das Unternehmen. Er ziehe sich Anfang Juli mit der Gründung der Carl Zeiss Meditec AG aus dem Unternehmen zurück, kündigte Seitz am Dienstag an. Als Berater werde er dem Unternehmen aber noch zur Verfügung stehen.

Durch die Fusion entsteht einer der weltweit größten Anbieter von Gerätesystemen für die Augenheilkunde. Die entsprechende Zeiss-Sparte ist in Kalifornien und in Jena angesiedelt. Die Bestellung des neuen Vorstandes sowie die Ressortverteilung sollen in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 8. Juli beschlossen werden. Zum Vorstandsteam gehören nach Unternehmensangaben die Zeiss-Manager Ulrich Krauss, Walter-Gerhard Wrobel und Bernd Hirsch sowie Michael Dettelbacher, Finanzvorstand von Asclepion-Meditec.

Wertberichtigungen

Bei den Wertberichtigungen handelt es sich insbesondere um Abschreibungen der Beteiligungen an den Firmen U.S. Medical und das Engagement bei der kanadischen Icon Laser Centers, Inc. Diese Firmen seien für das zukünftige operative Geschäft in Carl Zeiss Meditec von untergeordneter Bedeutung. Auch einige Forderungen und Vorräte für die Laserproduktion sollen wertberichtigt werden.

Die Asclepion-Aktionäre hatten bei der Hauptversammlung Ende Mai den Verschmelzungsvertrag beschlossen. Die Zeiss Gruppe (Oberkochen) repräsentiert 76 Prozent der neuen Gesellschaft und Asclepion 24 Prozent. Die neue Carl Zeiss Meditec AG beschäftigt rund 880 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 261 Millionen Euro, bezogen auf das Geschäftsjahr 2000/2001. Die beiden wichtigsten Geschäftsfelder sind Augenheilkunde und Lasermedizin, zum Beispiel zur Korrektur von Fehlsichtigkeit.

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