Heribert Faßbender Persona non grata

Der Chef-Kommentator bleibt. "Wir haben keine Chance, ihn auszutauschen", sagt die ARD.

Immer, wenn Heribert Faßbender ein Fußballspiel kommentiert, laufen die Beschwerde-Telefone bei der ARD heiß. Der häufigste Vorwurf: Faßbender sei mangelhaft informiert, wenn er vor dem Mikrofon sitzt.

Jetzt ist den Verantwortlichen offenkundig selbst der Kragen geplatzt: In einer schriftlichen Reaktion auf eine Anfrage der "Frankfurter Rundschau" zog die Pressestelle über einen ihrer dienstältesten Moderatoren - Faßbender ist 61 Jahre alt - vom Leder.

Doch trotz des schlechten Image und der internen Kritik - Faßbender wird bei der WM weiter moderieren. "Das hängt auch damit zusammen, dass er als Leiter des WDR-Sports ein Moderationsvorrecht genießt und dieses dementsprechend ausnutzt. Wir bedauern, Ihnen keine bessere Mitteilung machen zu können", heißt es in der Stellungnahme des "WM Service Teams" der ARD. Die Kritik an Faßbender sei "sicherlich berechtigt", es gebe aber "kaum noch Chancen, ihn auszutauschen".

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