Millionäre Geld bringt Geld

Trotz der Aktienflaute ist Zahl und Vermögen der Reichen weiter gestiegen.

München - Die Zahl der Millionäre in Deutschland ist im vergangenen Jahr trotz der Talfahrt an den Aktienmärkten gestiegen. 730.000 Privatanleger verfügten auch ohne Berücksichtigung von Immobilien über ein Finanzvermögen von mehr als einer Million Dollar, teilten die Investmentbank Merrill Lynch und die Beratungsfirma Cap Gemini Ernst & Young mit. Dies seien etwas mehr gewesen als im Jahr zuvor.

In Europa blieb die Zahl der Dollar-Millionäre dagegen insgesamt unverändert bei rund 2,5 Millionen, so die Studie. Weltweit wuchs die Zahl der "wohlhabenden Privatkunden" mit mehr als einer Million Dollar Vermögen im Jahr 2001 um drei Prozent auf 7,1 Millionen Menschen.

Vermögen wuchs um drei Prozent

Auch das Gesamtvermögen in den Händen dieser Gruppe ist um ebenfalls drei Prozent auf etwa 26,2 Billionen Dollar gestiegen - der Crash an den Aktienmärkten konnte der Geldvermehrung bei den Top-Einkommen kaum etwas anhaben. Die Verluste an den Aktienmärkten hätten die wohlhabenden Kunden durch Erträge aus Einlagen, festverzinslichen Papieren und zum Teil durch Erträge aus Hedgefonds ausgeglichen, so die Studie von Merrill Lynch. Allerdings ist der Zuwachs von drei Prozent deutlich bescheidener als in den Vorjahren, als das Vermögen um sechs Prozent (Jahr 2000) bzw. sogar um achtzehn Prozent (Jahr 1999) zunahm.

57.000 Superreiche weltweit

Zu den "wohlhabenden Kunden" zählen laut Merrill Lynch Personen mit einem Privatvermögen von mehr als einer Million Dollar - ohne Immobilienbesitz. Um in die Liga der "sehr wohlhabenden Privatkunden" (ultra high net worth individual) vorzustoßen, muss man schon ein Vermögen von 30 Millionen Dollar ohne Immobilien vorweisen. Weltweit gehören laut Merrill Lynch rund 57.000 Menschen zu dieser Gruppe der Supperreichen.

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