Ford Abschied vom Urgestein

John F. Smith lenkte acht Jahre die Geschicke bei GM. Nächstes Jahr geht er in den Ruhestand.

Wilmington - John F. Smith, der Verwaltungsratsvorsitzende von General Motors (GM), will im April nächsten Jahres im Alter von 65 Jahren nach 42 Jahren GM Betriebszugehörigkeit in den Ruhestand gehen. Dies hat er am Dienstag auf der GM-Hauptversammlung angekündigt.

Smith war von 1992 bis 2000 Unternehmenschef des weltgrößten Autokonzerns. Er gab dann die Führung an Rick Wagoner (49) ab, der nach Meinung von US-Autoanalysten voraussichtlich auch den Vorsitz im Verwaltungsrat erhalten wird.

Allinazen mit Fiat, Isuzu und Fuji Heavy

Smith hatte Allianzen mit Fiat sowie den japanischen Firmen Isuzu und Fuji Heavy Industries gebildet. Er war auch an den Vereinbarungen zum Kauf der meisten Vermögenswerte des südkoreanischen Autoherstellers Daewoo beteiligt.

Wagoner hob vor den GM-Aktionären die Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen sowie neue Automodelle hervor. Die GM-Aktien sind allerdings am Dienstag um 2,94 Prozent auf 59,45 Dollar gefallen. Die Gesellschaft hatte im Mai einen überraschend starken US-Absatzrückgang von 12,2 Prozent verbucht.

"Kein Fiat-Kauf"

Wagoner will Fiat nicht kaufen. GM hält einen Anteil von 20 Prozent an der Fiat-Autosparte. Der italienische Autohersteller hat die Option, GM von 2004 an zu zwingen, den Rest der Autosparte zu übernehmen. Es habe keine Unterhaltung auf Fiat- oder GM-Initiative über einen Fiat-Kauf gegeben, gab Wagoner zu verstehen. GM und Fiat hätten Diskussionen darüber geführt wie sie kooperieren könnten, um Geld zu sparen und ihre Geschäfte zu verbessern.

GM hatte am Vortag seine Gewinnerwartungen für den laufenden Quartalsabschnitt, unter Einschluss der Hughes Electronics Corp., von 1,90 Dollar auf 2,40 Dollar je Aktie erhöht. Für das Gesamtjahr geht GM von einem Gewinn von 5,60 Dollar je Aktie aus gegenüber einer bisherigen Schätzung von 4,60 Dollar je Aktie.