Uruguay An alte Erfolge anknüpfen

Nur mit Mühe schaffte die Uruguay den Weg nach Japan und Südkorea. Ähnlich wie beim Fußball schwächelt das Land auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung.

Uruguays Fußball hat eine überaus erfolgreiche Tradition. 1924 und 1928 holte das Team Olympia-Gold. Ihre größten Erfolge feierten die Südamerikaner bei der WM-Premiere 1930 im eigenen Land sowie beim WM-Titelgewinn 1950 in Brasilien. Zwischen 1916 und 1995 gewannen sie außerdem 14-mal die Copa America.

Allerdings nahm Uruguays Nationalmannschaft 1986 in Mexiko und 1990 in Italien nur an zwei der letzten sechs WM-Turniere teil. Ein Erfolg beim anstehenden Cup ist deshalb Pflicht.

Das gilt auch für die Ökonomie des südamerikanischen Landes. In den letzten Jahren hatte die Uruguay mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Die Folge sind eine sich in die Länge ziehende Rezession und hohe Arbeitslosenzahlen. Zuletzt sorgte die Argentinien-Krise für ein Negativwachstum von zwei Prozent. Auch derzeit steht die Wirtschaft auf schwachen Beinen. Eine Besserung zeichnet sich erst zum Ende des Jahres ab.

Die Team-Performance

Die Team-Performance

"Die Qualifikation für die WM waren wir unseren Fans einfach schuldig. Unser Ziel ist, an alte Erfolge anzuknüpfen und Uruguay wieder zu einer der ersten Adressen des Weltfußballs zu machen", sagt Trainer Victor Pua.

Uruguay zählt zu den sieben der zehn südamerikanischen Mannschaften, die in der Qualifikation den Trainer wechselten. Nachdem Argentiniens Weltmeister Daniel Passarella auf Grund von Unstimmigkeiten im Umfeld nach dem zehnten von 18 Spieltagen überraschend zurückgetreten war, wurde Uruguays Junioren-Coach Pua sein Nachfolger.

Mannschaft, Spiel und Taktik veränderte Pua indes kaum. Die Leistungen des Teams blieben wechselhaft, auch auf den Positionen gab es keine größeren Veränderungen. Bei Passarellas Rücktritt stand die Mannschaft auf Platz fünf, und als Fünfter beendete Uruguay die kontinentale Ausscheidung unter Pua und buchte schließlich über die Playoffs gegen Australien den letzten WM-Platz.

Die wichtigsten Spieler der Mannschaft stehen bei europäischen Spitzenclubs unter Vertrag. In Japan und Südkorea setzen Uruguays Fans besonders auf einen: Alvaro Recoba. Die Hoffnung eines ganzes Volkes ruht auf dem sagenumwobenen linken Fuß des 26-Jährigen, der für Inter Mailand kickt. Der begnadete Offensivakteur war schon der entscheidende Mann in der Qualifikation und soll Uruguay nun den Erfolg zurückbringen.

Teilnahmen und Titel

Der WM-Kader

WM-Teilnahmen:
1930, 1950, 1954, 1962, 1966, 1970, 1974, 1986, 1990


WM-Titel:
Weltmeister 1930, 1950
Halbfinalist 1954, 1970


Gastgeber: 1930

Der WM-Kader

Trainer: Victor Púa

Tor:
1 Fabian Carini (Juventus Turin, ITA) 26.12.1979
23 Federico Elduayen (Penarol Montevideo) 25.06.1977
12 Gustavo Munua (Nacional Montevideo) 27.01.1978


Abwehr:
19 Joe Bizera (Penarol Montevideo) 17.05.1980
3 Alejandro Lembo (Nacional Montevideo) 15.02.1978
2 Gustavo Mendez (Nacional Montevideo) 03.02.1971
4 Paolo Montero (Juventus Turin, ITA) 03.09.1971
6 Dario Rodriguez (Penarol Montevideo) 17.09.1974
14 Gonzalo Sorondo (Inter Mailand, ITA) 09.10.1979


Mittelfeld:
22 Gonzalo de los Santos (FC Valencia, ESP) 19.07.1976
5 Pablo Garcia (AC Venedig, ITA) 11.05.1977
7 Gianni Guigou (AS Rom, ITA) 22.02.1975
15 Nicolas Olivera (FC Sevilla, ITA) 30.05.1978
16 Marcelo Romero (FC Malaga, ESP) 04.07.1976
8 Gustavo Varela (Nacional Montevideo) 14.05.1978


Angriff:
10 Fabian O'Neill (AC Perugia, ITA) 14.10.1973
20 Alvaro Recoba (Inter Mailand, ITA) 17.03.1976
13 Sebastian Abreu (Cruz Azul, MEX) 17.10.1976
21 Diego Forlan (Manchester United, ENG) 19.05.1979
11 Federico Magallanes (AC Venedig, ITA) 22.08.1976
18 Richard Morales Nacional Montevideo 21.02.1975
17 Mario Regueiro (Racing Santander, ESP) 14.09.1978
9 Dario Silva (FC Malaga, ESP) 02.11.1972


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