Südafrika Frust und Querelen

Wirtschaftlich und fußballerisch steht es mit der Kap-Republik derzeit nicht zum Besten.

Die jüngste sportliche Enttäuschung liegt erst wenige Monate zurück. Beim Afrika-Cup in Mali hatte sich die "Bafana, Bafana" (Die Jungs) enttäuschend präsentiert und war als Mitfavorit bereits im Viertelfinale an den Gastgebern gescheitert.

Wirtschaftlich läuft es derzeit in Südafrika auch nicht viel besser. Seit Anfang der 90er leidet das Land unter einer Währungskrise, die zuletzt im vierten Quartal 2001 erneut zur massiven Abwertung des heimischen Rand führte. Für die Binnennachfrage ist die Inflation nicht gerade förderlich.

Im laufenden Jahr erwarten Ökonomen vor allem durch den Export ein Wachstum von 2,1 Prozent. Leider wird der leichte Aufschwung wohl nicht zur Erholung auf dem Arbeitsmarkt beitragen. Derzeit liegt die Arbeitslosenquote bei 30 Prozent.

Zudem knabbert die Kap-Republik immer noch an der Absage für die WM 2006. Im Juli 2000 war Südafrika im Rennen um das Turnier trotz massiver Unterstützung von Fifa-Boss Sepp Blatter knapp an Deutschland gescheitert. Obwohl Blatter nun für 2010 eine WM erstmals nach Afrika vergeben will, wird die Aufgabe für Südafrika nicht leichter. Denn Konkurrenten wie Marokko oder Ägypten haben sich bereits formiert.

Die Team-Performance

Die Team-Performance

Neben dem frühen Ausscheiden beim Afrika-Cup sorgten in letzter Zeit zahlreiche Querelen im Umfeld der Mannschaft für Frust. Auch nach der Ernennung von Südafrikas Fußball-Idol Jomo Sono zum Technischen Direktor kehrte keine Ruhe in der Nationalelf ein.

Ausgestattet mit einem Fünf-Jahres-Vertrag und Kompetenzen von der U14 bis zum A-Team lieferte sich der 46-Jährige einen Machtkampf mit dem portugiesischen Trainer Carlos Queiroz, der schließlich zermürbt die Konsequenzen zog und seinen Rücktritt erklärte. Südafrikas Verband ernannte Sono umgehend zum neuen Chef des Afrikameisters von 1996.

Sono stellte bei seinem zweiten Engagement als Nationaltrainer nach einer kurzfristigen Tätigkeit 1998 gleich klar, was er nach dem Misserfolg in Mali erwartet: "Wir wollen, dass die Spieler wieder als Einheit auftreten, Kämpferherz zeigen und mit Würde das Nationaltrikot zeigen."

Teilnahmen und Titel

Der WM-Kader

WM-Teilnahmen:
1998, 2002 Der WM-Kader

Trainer: Jomo Sono

Tor:
16 Andre Arendse (Santos FC Kapstadt) 27.06.1967
20 Calvin Marlin (Ajax Kapstadt) 20.04.1976
1 Hans Vonk (SC Heerenveen) NED 30.01.1970


Abwehr:
5 Jacob Lekgetho (Lokomotive Moskau, RUS) 24.03.1974
3 Bradley Carnell (VfB Stuttgart, GER) 21.01.1977
13 Pierre Issa (FC Watford, ENG) 11.09.1975
4 Aaron Mokoena (Germinal Beerschot, BEL) 25.11.1980
22 Thabang Molefe (Jomo Cosm. Johannesb.) 11.04.1979
2 Cyril Nzama (Kaizer Ch. Johannesb.) 26.06.1974
19 Lucas Radebe (Leeds United, ENG) 12.04.1969


Mittelfeld:
18 Delron Buckley (VfL Bochum, GER) 07.12.1977
7 Quinton Fortune (Manchester United, ENG) 21.05.1977
8 Thabo Mngomeni (Orlando Pir. Johannesb.) 24.06.1969
10 Bennett Mnguni (Lokomotive Moskau, RUS) 18.03.1974
12 Teboho Mokoena (FC St. Gallen, SUI) 10.07.1974
9 MacDonald Mukasi (Lokomotive Plowdiw, BUL) 26.05.1975
21 Steven Pienaar (Ajax Amsterdam, NED) 17.03.1982
11 Jabu Pule (Kaizer Ch. Johannesb.) 11.07.1980
6 McBeth Sibaya (Jomo Cosm. Johannesb.) 25.11.1977
15 Sibusiso Zuma (FC Kopenhagen, DEN) 23.06.1975


Angriff:
17 Benedict McCarthy (FC Porto, POR) 12.11.1977
23 George Koumantarakis (FC Basel, SUI) 27.03.1974
14 Siyabonga Nomvethe (Udinese Calcio, ITA) 02.12.1977


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