Portugal Die goldene Generation

Auf Eusebios Spuren - 16 Jahre nach der letzten WM-Teilnahme sind die Portugiesen wieder am Ball. Mit der ökonomischen Entwicklung könnte es besser laufen.

Das Jahr 1986 haben die Portugiesen noch immer in guter Erinnerung. Einerseits qualifizierten sie sich damals zum zweiten Mal für eine Weltmeisterschaft. Andererseits erlangte das Land die Mitgliedschaft in der EU.

Fußballerisch war danach wenig aus Portugal zu hören, wirtschaftlich hingegen konnte das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1986 und 1999 von 54,4 Prozent des europäischen Durchschnitts auf 75 Prozent gesteigert werden. Zuletzt allerdings geriet die portugiesische Ökonomie aus dem Tritt, als im Jahr 2000 die Inlandsnachfrage das Angebot weit übertraf.

Umgekehrt pendelte sich der Markt mit dem Absinken der Weltkonjunktur wieder ein. Die aktuellen Herausforderungen für die Verantwortlichen liegen in der Produktivitätssteigerung und in der gleichzeitigen Kontrolle der Staatsfinanzen, um eine erneute Überhitzung zu verhindern.

Die Team-Performance

Die Team-Performance

"Portugal gehört zu den zehn besten Mannschaften in der Welt und kann ins Finale kommen. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert und eine Menge Spieler von Weltklasse", schätzt Brasiliens Nationaltrainer Luis Felipe Scolari die Portugiesen hoch ein.

Die Anerkennung im Land des Rekordweltmeisters für die Erben von Idol Eusebio, der Portugal bei der WM 1966 auf Platz drei führte, kommt nicht von ungefähr. Zu beeindruckend war bei der EM 2000 in Belgien und den Niederlanden der Auftritt der Iberer bei ihrem Einzug ins Halbfinale, wo "Weltfußballer" Luis Figo und Co. erst in der Verlängerung durch einen "Golden-Goal-Elfmeter" am Weltmeister und späteren Titelgewinner Frankreich scheiterten.

16 Jahre nach dem Vorrunden-Aus bei ihrer zweiten und bislang letzten WM-Teilnahme in Mexiko sind die Portugiesen auch äußerst selbstbewusst: "Wir haben eine goldene Generation von Spielern. So gute Möglichkeiten wie bei dieser WM haben wir noch nie gehabt", sagte Nationaltrainer Antonio Oliveira mit Blick auf seine mit früheren Junioren-Welt- und Europameistern gespickte Mannschaft.

Teilnahmen und Titel

WM-Teilnahmen:
1966, 1986, 2002

WM-Titel:
Halbfinalist 1966

Der WM-Kader

Der WM-Kader

Trainer: Antonio Luis Oliveira

Tor:
16 Ricardo (Boavista Porto) 11.02.1976
1 Vitor Baia (FC Porto) 15.10.1969
15 Nelson (Sporting Lissabon) 20.10.1975


Abwehr:
3 Abel Xavier (FC Liverpool, ENG) 30.11.1972
5 Fernando Couto (Lazio Rom, ITA) 02.08.1969
2 Jorge Costa (FC Porto) 14.10.1971
23 Rui Jorge (Sporting Lissabon) 27.03.1973
13 Jorge Andrade (FC Porto) 09.04.1978
18 Nuno Frechaut (Boavista Porto) 24.09.1977
22 Beto (Sporting Lissabon) 03.05.1976
4 Marco Caneira (Benfica Lissabon) 09.02.1979


Mittelfeld:
10 Rui Costa (AC Mailand, ITA) 29.03.1972
20 Petit (Boavista Porto) 25.09.1976
17 Paulo Bento (Sporting Lissabon) 20.06.1969
14 Pedro Barbosa (Sporting Lissabon) 06.08.1970
6 Paulo Sousa (Espanyol Barcelona, ESP) 30.08.1970
12 Hugo Viana (Sporting Lissabon) 15.01.1983


Angriff:
19 Capucho (FC Porto) 21.02.1972
7 Luis Figo (Real Madrid, ESP) 04.11.1972
11 Sergio Conceicao (Inter Mailand, ITA) 15.11.1974
9 Pedro Resendes Pauleta (Girondins Bordeaux, FRA) 28.04.1973
21 Nuno Gomes (AC Florenz, ITA) 05.07.1976
8 Joao Pinto (Sporting Lissabon) 19.08.1971


Russland: Vor der Rückkehr


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