Mexiko Die WM-Veteranen

Elfmal war Mexiko schon bei einer WM und noch nie gab es einen Titel. Vielleicht klappt es dieses Mal. Hoffnungsvoll stimmt auf jeden Fall die ökonomische Entwicklung des mittelamerikanischen Landes.

Seit dem letzten Weltcup 1998 in Frankreich glänzte die mexikanische Wirtschaftspolitik durch umsichtiges Handeln. Auf der einen Seite gelang es, die Staatsschulden deutlich zu reduzieren. Auf der anderen Seite konnte die Zentralbank die selbst gesetzten Ziele zu Eindämmung der Inflation drei Jahre in Folge erreichen.

2001 allerdings geriet Mexiko in den Sog der sinkenden US-Konjunktur. Vor allem der herstellende Sektor war von dem Auftragsrückung massiv betroffen. Mit der Erholung in den USA kommt aber auch Mexiko wieder auf die Beine.

Die größte Herausforderung ist derzeit die weitere Annäherung an US-Standards in der mexikanischen Wirtschaft. Die Regierung muss Strukturreformen anpacken, um die Konvergenz mit dem wichtigsten Handelspartner voranzutreiben.

Die Team-Performance

Die Konvergenz sollte allerdings auf den wirtschaftlichen Sektor beschränkt bleiben. Fußballerisch wäre eine Angleichung an das US-Level für die Mexikaner auf jeden Fall ein Schritt in die falsche Richtung. Die Team-Performance

Der WM-Dauerbrenner Mexiko möchte erneut ins Achtelfinale. Nachdem das Team um Superstar Cuauhtemoc Blanco die Qualifikation nach Japan und Südkorea nur mit Mühe und zwei Trainerwechseln schaffte, ist für die "Tri", wie die Mexikaner wegen ihrer drei Landesfarben genannt werden, einiges möglich.

Immerhin können sie auf die Erfahrungen von mittlerweile zwölf WM-Teilnahmen zurückgreifen und haben eine eingespielte Mannschaft, die in den vergangenen Jahren immer professioneller wurde. Vater der glücklichen WM-Qualifikation ist Trainer Javier Aguirre. Als den Mexikanern in der Concacaf-Gruppe das Wasser bis zum Hals stand, übernahm der wegen seiner spanischen Eltern "El Vasco" (Der Baske) genannte Coach das Ruder und führte die Mannschaft am Ende punktgleich mit den USA als Zweiter der Ausscheidung nach Asien.

Aguirre baute dabei vor allem auf seine Führungsqualitäten. Mit kameradschaftlichem Umgangston schaffte er es, das in sich zerstrittene Team wieder zu einen und Höchstleistungen freizusetzen.

Teilnahmen und Titel

WM-Teilnahmen:
1930, 1950, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1978, 1986, 1994, 1998, 2002

Der WM-Kader

Gastgeber: 1970, 1986 Der WM-Kader

Trainer: Javier Aguirre

Tor:
1 Oscar Perez (Cruz Azul Mexiko-C.) 01.02.1973
23 Jorge Campos (UNAM Mexiko-City) 15.10.1966
12 Oswaldo Sanchez (Atlas Guadalajara) 21.09.1973


Abwehr:
2 Francisco Gabriel (Atletico Pachuca) 05.06.1971
16 Salvador Carmona (Deportivo Toluca) 22.08.1975
22 Alberto Rodriguez (Atletico Pachuca) 01.04.1974
20 Melvin Brown (Cruz Azul) 28.01.1979
5 Manuel Vidrio (Atletico Pachuca) 23.08.1972


Mittelfeld:
7 Ramon Morales (Atlas Guadalajara) 10.10.1975
18 Joahan Rodriguez (Santos Laguna) 15.08.1975
19 Gabriel Caballero (Atletico Pachuca) 05.02.1971
3 Rafael García (Deportivo Toluca) 14.08.1974
8 Alberto Garcia Aspe (FC Puebla) 11.05.1967
13 Sigifredo Mercado (Atlas Guadalajara) 21.12.1968
14 German Villa (America Mexiko-City) 02.04.1973
4 Rafael Marquez (AS Monaco, FRA) 13.02.1979
6 Gerardo Torrado (FC Sevilla, ESP) 30.04.1979
11 Braulio Luna (Necaxa) 08.09.1974


Angriff:
10 Cuauhtemoc Blanco (Real Valladolid, ESP) 17.01.1973
9 Jared Borgetti (Santos Laguna) 14.08.1973
15 Luis Hernandez (America Mexiko-City) 22.12.1968
17 Francisco Palencia (Espanyol Barcelona, ESP) 28.04.1973
21 Jesus Arellano (Monterrey) 08.05.1973


Nigeria: Selbstbewusste Superadler


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