England Die drei Löwen auf dem Sprung

It's coming Home - England will endlich wieder den Cup mit ins Mutterland des Fußballs nehmen. Wirtschaftlich zählt das Land bereits zu den Gewinnern.

Traditionell gilt der englische Fußball gegenüber den Kontinental-Mannschaften als Rückständig. Zumindest in der Ökonomie ist dies in den letzten Jahren nicht der Fall.

Seit 1992 wächst die Wirtschaft im Mutterland des Fußballs durchschnittlich um 2,9 Prozent gegenüber dem Euroland-Durchschnitt von 1,9 Prozent. Im selben Zeitraum ging die Zahl der Arbeitslosen auf der Insel um sechs Prozent zurück gegenüber weniger als drei Prozent in Europa.

Zukünftig ist von einer Angleichung der Niveaus auszugehen. Für England kommt es darauf an, stärker bei der Produktivität zu wachsen, um das derzeitige Level zu halten. Die größte Herausforderung wird sicher der Beitritt zur Währungsunion sein. Hier muss noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Momentan aber steht das Land recht gut da.

Was die Rückständigkeit des Fußballs angeht, haben die Engländer gegenüber den Mannschaften vom Kontinent mittlerweile auch nachgezogen. Nebenbei: Es heißt, dass England nur einen Titel holen kann, wenn eine Labour-Regierung im Land das Sagen hat. Gute Aussichten also für das Team mit den drei Löwen auf dem Shirt.

Die Team-Performance

Die Team-Performance

Seit dem 5:1-Triumph der englischen Fußballer über Deutschland ist nichts wie es einmal war im Mutterland des Fußballs. Der Sieg über die Völler-Truppe war für die Engländer auch ein großes Stück Vergangenheitsbewältigung.

Englands Anhänger haben jedenfalls wieder Gefallen an ihrer Mannschaft gefunden. So pilgerten zuletzt nicht weniger als 10.000 Fans zum Test gegen die Niederlande (1:1) nach Amsterdam. Unter Eriksson scheint England sein Selbstwertgefühl wiedergewonnen zu haben. "Überall, wo wir auf der Welt hinkommen, soll jeder wissen, hier kommt England und nicht die zweite Klasse", lautet das Credo des Coaches.

Neuer Geist ist auch auf dem Platz zu erkennen. Gepflegtes Kurzpassspiel auf höchstem Niveau und überfallartige Konter prägen inzwischen das Spiel des Ex-Weltmeisters. "Eine andere Chance haben wir gegen Top-Teams wie Frankreich, Argentinien oder Italien auch gar nicht", erklärt Eriksson.

Teilnahmen und Titel

WM-Teilnahmen:
1950, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1982, 1986, 1990, 1998

WM-Titel:
Weltmeister 1966
Halbfinalist 1990

Der WM-Kader

Gastgeber: 1966 Der WM-Kader

Trainer: Sven-Göran Eriksson

Tor:
1 David Seaman (Arsenal London) 19.09.1963
22 David James (West Ham United) 01.08.1970
13 Nigel Martyn (Leeds United) 11.08.1966


Abwehr:
15 Martin Keown (Arsenal London) 24.07.1966
16 Gareth Southgate (FC Middlesbrough) 03.09.1970
2 Danny Mills (Leeds United) 18.05.1977
14 Wayne Bridge (FC Southampton) 05.08.1980
3 Ashley Cole (Arsenal London) 20.12.1980
6 Sol Campbell (Arsenal London) 18.09.1974
5 Rio Ferdinand (Leeds United) 07.11.1978
12 Wesley Brown (Manchester United) 13.10.1979


Mittelfeld:
4 Trevor Sinclair (West Ham United) 02.03.1973
21 Nicky Butt (Manchester United) 21.01.1975
19 Joe Cole (West Ham United) 08.11.1981
18 Owen Hargreaves (Bayern München) GER 20.01.1981
7 David Beckham (Manchester United) 02.05.1975
8 Paul Scholes (Manchester United) 16.11.1974
23 Kieron Dyer (Newcastle United) 29.12.1978


Angriff:
11 Emilie Heskey (FC Liverpool) 11.01.1978
9 Robbie Fowler (Leeds United) 09.04.1975
10 Michael Owen (FC Liverpool) 14.12.1979
17 Teddy Sheringham (Tottenham Hotspur) 02.04.1966
20 Darius Vassell (Aston Villa) 13.06.1980


Frankreich: Die blaue Macht


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