Schneider Technologies Rettungsversuche gescheitert

Die Banken haben die Sanierungspläne abgelehnt. Beide Vorstände nehmen den Hut.

München - Nach der Ablehnung eines Sanierungsplans für den insolventen Elektronikkonzern Schneider Technologies durch die Gläubigerbanken sind beide Firmenvorstände zurückgetreten. Mit der Entscheidung der Banken sei nach Ansicht des Managements die letzte Möglichkeit zur Rettung des Aktionärsvermögens gescheitert, teilte Schneider mit. Die Vorstände Ralf Adam und Hans Szymanski hätten deshalb ihre Ämter niedergelegt.

Vorschläge abgelehnt

Adam und Szymanski hatten vorgeschlagen, künftig nur noch das Geschäft mit der Laser-Technologie weiterzuführen und die defizitäre Produktion von Unterhaltungselektronik abzustoßen. Um den Konzern zu entschulden und den Weiterbetrieb von Schneider Laser Technologies im thüringischen Gera zu finanzieren, sollte das Grundkapital zudem bis Ende Juni über die Emission von Bezugsrechten um 6,343 Millionen Aktien erhöht werden.

Nach dem Scheiteren der geplanten Restrukturierung hatte Schneider Technologies Ende Januar Insolvenz beantragt. Das Amtsgericht hatte Ende März das Insolvenzverfahren eröffnet. Im Geschäftsjahr 2001 hatte die Gesellschaft nach einem Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger operativ einen fast zweistelligen Millionen-Euro-Verlust gemacht. Die Schneider-Aktien notierten am Mittwochmittag mit 60 Cent um knapp 19 Prozent im Minus.

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