HP/Compaq Schmitz soll Deutschland-Chef werden

Der bisherige Geschäftsführer von HP-Deutschland behält seinen Job auch nach der Fusion.

Böblingen - Bei den Personalentscheidungen für Deutschland verfahren Hewlett-Packard  und Compaq  nach dem gleichen Muster wie in den USA: Gelingt der Zusammenschluss, soll das neue Unternehmen vom bisherigen HP-Geschäftsführer Heribert Schmitz (58) geleitet werden.

Für den Compaq-Geschäftsführer Rainer Kaczmarczyk (47) bleibt analog zu seinem US-Chef Michael Capellas nur die zweite Geige. Er soll die Leitung der Sparte für Großrechner und professionelle Computer übernehmen. Außerdem wurden drei weitere designierte Manager für die einzelnen Geschäftsbereiche benannt, darunter zwei Frauen.

Die Fusion kann noch verhindert werden

Vor der endgültigen Bestellung muss allerdings noch abgewartet werden, ob die Fusion der Computer-Riesen tatsächlich zustande kommt. Walter Hewlett, Sohn eines der beiden HP-Gründers, klagt derzeit vor Gericht, um den Zusammenschluss zu verhindern. Außerdem müssen die deutschen Aufsichtsräte den Berufungen zustimmen.

Das Verhältnis zwischen der HP-Führung um Carly Fiorina und Walter Hewlett war im Laufe der Auseinandersetzung um die Fusion mehr und mehr eskaliert. Wie schon vor gut einem Monat angekündigt, wurde Hewlett auf der Hauptversammlung am Freitag nicht mehr in den HP-Aufsichtsrat gewählt. Damit ist zum ersten Mal in der 63-jährigen Unternehmensgeschichte kein Mitglied der Gründerfamilien Hewlett und Packard mehr in den Führungsgremien vertreten.

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