Dienstag, 25. Juni 2019

Rösch Medizintechnik Andy Rösch zieht sich zurück

Eine schillernde Figur des Neuen Marktes tritt ab: Rösch muss ohne den Gründer auskommen.

Berlin - Der Gründer und Vorstandschef der Berliner Rösch AG Medizintechnik Börsen-Chart zeigen, Andy Rösch, zieht sich aus der Unternehmensführung zurück. Als Grund nannte das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Freitag die vom Aufsichtsrat beschlossene neue Unternehmensstrategie. Rösch scheide "in gegenseitigem Einvernehmen" aus dem Vorstand aus, hieß es. Zum neuen Vorstandschef soll Rösch-Vorstand Burghard Weidler berufen werden, der das neue Kerngeschäft seit vergangenem November verantworte.

Andy Rösch (41) hält nach Firmenangaben 1,25 Prozent der Anteile. Er sei weiter von den Potenzialen der Rösch AG überzeugt und werde dem Unternehmen auch in Zukunft beratend verbunden bleiben. Das mit hohen Verlusten kämpfende Unternehmen ist auf nadelfreie Injektions- und Messsysteme spezialisiert und konzentriert sich künftig auf den Medizintechnikbereich. Vom Dentalgeschäft, das mehr als die Hälfte des Umsatzes in die Kassen spülte und Oral-Kameras sowie digitale Röntgengeräte umfasste, trennt sich Rösch.

Für das laufende Geschäftsjahr 2001/2002 (31. Juli) geht der Konzern einschließlich der Restrukturierungskosten von einem Verlust vor Steuern und Zinsen von 14,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von nur 4,4 Millionen Euro aus. 2003/04 soll der Umsatz auf 20 Millionen Euro steigen bei einem Gewinn von 4,4 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten soll von 77 auf 49 reduziert werden. An der Börse startete Rösch mit einem Minus von mehr als ein Prozent auf 2,54 Euro in den Handel.

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