Mayer-Vorfelder Betrugsverdacht gegen den DFB-Vorsitzenden

Der DFB-Präsident sieht sich erneut mit Vorwürfen der Staatsanwaltschaft konfrontiert.

Stuttgart - Gegen den Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes, Gerhard Mayer-Vorfelder (69), wird nun auch wegen Betrugsverdachts ermittelt. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft, die bereits seit Februar ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Steuerhinterziehung gegen den früheren Finanzminister von Baden-Württemberg laufen hat, weitet ihre Aktivitäten entsprechend aus.

Dabei geht es um die Frage, ob Mayer-Vorfelder vom Land Baden-Württemberg zu Unrecht Übergangsgeld in Höhe von rund 20.000 Euro kassiert hat. Nach dem Ausscheiden als Finanzminister 1998 hatte er drei Monate lang sein Ministergehalt in Höhe von 10 000 Euro weiterbezogen. Zwei Drittel davon hätte er nach einer ersten Einschätzung des Landesamts für Besoldung mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von rund 12 500 Euro verrechnen lassen müssen, die Mayer-Voefelder als Präsident des VfB Stuttgart bekam.

Mayer-Vorfelder hatte dem Landesamt sein Vereinssalär nicht gemeldet. Er ist der Ansicht, dass die Aufwandsentschädigung kein Einkommen "aus privater Berufstätigkeit" ist, die laut dem Ministergesetz des Landes verrechnet werden müsste. Insofern habe er "bei der ganzen Geschichte ein gutes Gewissen."