Siemens VDO Wolfgang Dehen wird neuer Chef

Die Nachfolge von Franz Wressnigg auf dem Chefsessel der Siemens VDO Automotive AG ist entschieden: Wolfgang Dehen (Bild) wechselt an die Spitze des Automotive-Bereichs des Münchner Konzerns.
Von Frank Scholtys

Hamburg - Dehen amtierte bisher als Vice President des französischen Autozulieferers Valeo, dessen Sparte "Switches und Detection Systems" er leitete. Zuvor war der Manager bei ITT Automotive beschäftigt gewesen, kann also langjährige Erfahrung in der Autozulieferindustrie vorweisen.

Der 58jährige Wressnigg, der den Bereich Automobiltechnik der Münchner seit 1993 leitet, hatte Anfang Februar seinen bevorstehenden Wechsel in den Aufsichtsrat bekannt gegeben.

Unter Wressniggs Führung hatte sich der Umsatz der Siemens Automobiltechnik auf rund vier Milliarden Euro vervierfacht. Nach der Übernahme von VDO im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf rund sieben Milliarden Euro. Allerdings war Siemens VDO im Geschäftsjahr 2000/01 (Stichtag: 30. September) ins Minus geraten.

Belastet durch die nachlassende Autokonjunktur und die zu bewältigende Integration war ein Verlust von 261 Millionen Euro aufgelaufen. Gleichwohl näherte sich das Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wieder der Gewinnzone. Dies dürfte ein Resultat verstärkter Maßnahmen zur Kostensenkung sein.

Die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ist nun die erste Aufgabe, die Wolfgang Dehen an der Spitze der Siemens VDO Automotive bewältigen muss.