Bankgesellschaft Grundsolider Banker

Ernst-Otto Sandvoß soll neuer Aufsichtsratschef des angeschlagenen Finanzinstituts werden.

Berlin - Über seine Berufung an die Spitze des Kontrollgremiums war bereits im Sommer vergangenen Jahres spekuliert worden. Nun ist die Zeit offenbar reif. Das Land Berlin wird Ernst-Otto Sandvoß als neuen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bankgesellschaft Berlin vorschlagen. Dies teilte die Finanzverwaltung der Stadt am Mittwoch mit. Der Senat ist Hauptaktionär der Bank, die mit umstrittenen Immobiliengeschäften Verluste in Milliarden-Höhe gemacht hatte und so massiv in Schieflage geraten war.

Der 67 Jahre alte frühere Chef der sparkasseneigenen DGZ Deka Bank folgt damit Dieter Feddersen nach, der zum 31. Dezember vergangenen Jahres seinen Rücktritt erklärt hatte.

Sandvoß, ein Urgestein der deutschen Sparkassenorganisation, genießt in der Branche vor allem wegen seines stets soliden Geschäftsgebarens einen hervorragenden Ruf. Als er sich Mitte 1999 nach über 20 Jahren von der Spitze der Deutschen Girozentrale - Deutsche Kommunalbank DGZ zurückzog, hatte er das Zentralinstitut nach klaren Grundsätzen ausgerichtet und konnte auf eine stetige Aufwärtsentwicklung ohne Schieflagen und Krisen zurückblicken.