CE Consumer Bohn on Tour

Als Vorstand für Konzernstrukturierung hat Peter Bohn seit Anfang November alle Hände voll zu tun. Doch der designierte Nachfolger von Firmengründer Erich J. Lejeune geht jetzt erst mal auf Weltreise.
Von Christian Keun und Claus G. Schmalholz

München/Hamburg - Er wolle sämtliche Auslandstöchter der CE Consumer Electronic AG  kennen lernen, die über den ganzen Globus verstreut sind, erklärte Bohn gegenüber manager-magazindue. Damit bereitet sich der frühere Chef des Wiesbadener Chipbrokers ACG gezielt auf seine künftige Aufgabe vor.

Spätestens am 1. Januar 2003, vielleicht früher, werde er an die CE-Spitze wechseln, so Bohn. Dann löst er Vorstandschef Erich J. Lejeune ab, der sich nach den Worten Bohns in Zukunft wieder mehr um den Vertrieb kümmern wird.

Ob Bohn vor 2003 auf Lejeunes Posten vorrückt, hängt nach früheren Angaben des Chiphändlers davon ab, wie sich das US-Geschäft entwickelt. Sollte die Konjunktur in den USA wieder anspringen und das Geschäft im zweiten Halbjahr 2002 deutlich beleben, werde sich auch die Ertragslage bei CE verbessern. Dann sei in 2002 auch der ursprünglich für das laufende Geschäftsjahr angepeilte Sprung über die Umsatzmarke von einer Milliarde Mark zu erwarten. Mit anderen Worten: Laufen die Geschäfte gut, übernimmt Bohn das Ruder früher.

Die Personalie gilt Marktbeobachtern noch immer als Zeichen für einen baldigen Zusammenschluss von ACG und CE. Durch eine Fusion entstünde der weltweit größte Chipbroker mit einem Umsatz von rund 750 Millionen Euro. Jedoch dämpfte Lejeune entsprechende Erwartungen zuletzt. Beide Unternehmen könnten auch allein existieren. Der Markt werde lehren, ob man zusammengehe.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.