Volkswagen Personalwechsel

Der designierte Vorstandschef Bernd Pischetsrieder stellt die Weichen für die Machtübernahme. Schon vor seinem Amtsantritt soll er Vorstandskollegen den vorzeitigen Abgang nahe gelegt haben.

Hamburg - Beim Volkswagen-Konzern  stehen mehrere Vorstände auf der Kippe, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Montagausgabe. Nach ihren Informationen wurde mit Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer bereits über eine Abfindung verhandelt - bisher jedoch ergebnislos. Büchelhofers Vertrag soll noch drei Jahre laufen.

Der künftige Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder, wolle zudem Finanzvorstand Bruno Adelt auswechseln, heißt es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Für ihn werde ein Nachfolger gesucht, zitiert die FTD Aufsichtsratskreise. Pischetsrieder mache Adelt und dessen Finanzkommunikation für die schlechte Entwicklung der VW-Aktie verantwortlich.

Offen soll sein, welchen Platz Audi-Vorstandsvorsitzender Franz-Josef Paefgen in der neuen Konzernstruktur finden wird. Audi, Seat und Lamborghini sollen künftig als sportive Marken des Konzerns unter der Verantwortung eines Konzernvorstands zusammengefasst werden, hatte der noch amtierende VW-Vorstandsvorsitzende Ferdinand Piëch angekündigt. Als möglicher Kandidat für diesen Posten gelte VW-Entwicklungsvorstand Martin Winterkorn. Die neuen Vorstände sollen dem Zeitungsbericht zufolge bei der Aufsichtsratssitzung am 23. November ernannt werden.

Unterdessen haben Konzernchef Piech und sein designierter Nachfolger Pischetsrieder Spekulationen über eine bevorstehende Umbildung des Vorstandes eine Absage erteilt. Personelle Änderungen im Konzernvorstand seien nicht geplant, hieß es am Montag in Wolfsburg. Vertriebschef Büchelhofer und Finanzvorstand Adelt blieben im Amt, so ein VW-Sprecher.