Wim Duisenberg Will nicht aufs Altenteil

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) denkt offenbar nicht daran, sein Amt innerhalb der nächsten zwölf Monate abzugeben.

Wien - Ein Wechsel an der EZB-Spitze in diesem Zeitraum wäre "nicht weise", sagte der Niederländer am Donnerstag bei der auswärtigen Tagung des Zentralbankrates in Wien. Duisenberg war zuvor gefragt worden, ob er einen solchen Schritt für "angemessen" befinde.

Duisenberg war Mitte 1998 zum ersten Präsidenten der EZB und damit zum obersten Hüter des Euro bestimmt worden. Damals hatte der heute 66-Jährige unter Hinweis auf sein Alter gesagt, es sei unwahrscheinlich, dass er seine volle Amtszeit von acht Jahren erfüllen werde.

Frankreich hatte in der Vergangenheit betont, dass der Niederländer nach vier Jahren an einen französischen Bewerber übergeben solle. Dies wäre im kommenden Frühjahr der Fall. Als wahrscheinlichster Nachfolger gilt Frankreichs Notenbankchef Jean-Claude Trichet.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.