Tengelmann "Das hat uns keiner zugetraut"

Der angeschlagene Mülheimer Konzern strebt eine Änderung der Rechtsform an. Mehr über den "Höllenjob" der Sanierung verriet Karl-Erivan Haub dem manager magazin in seinem ersten Interview als Tengelmann-Chef.

Hamburg - Karl-Erivan Haub will Tengelmann in absehbarer Zeit wieder in die Gewinnzone führen. In seinem ersten Interview als Chef des Mülheimer Handelskonzerns bezeichnete Haub gegenüber manager magazin die Sanierung des angeschlagenen Unternehmens als "Höllenjob".

Als Haub vor zwei Jahren die Führung von seinem Vater Erivan übernommen habe, sei die Situation dramatisch gewesen. Haub wörtlich: "Wir steckten in der größten Krise der Nachkriegszeit." Mittlerweile sei der Turnaround in vollem Gange. "Dass wir das schaffen würden", so Haub, "hat uns kaum einer zugetraut."

In dem Interview kündigte Haub gleichzeitig eine Änderung der Rechtsform von Tengelmann an. Den Eigentümern sei klar, dass die Konstruktion einer OHG langfristig nicht mehr trage, sagte Haub. Ein neues Modell, das auch Aspekte wie die Rolle der Familie im Management oder Ausstiegsklauseln einzelner Familiengesellschafter berücksichtigen soll, werde derzeit entwickelt.

Tengelmann ist einer der größten Handelskonzerne Deutschland. Neben der Marke Tengelmann gehören Kaiser's, Plus, Obi, KiK und A + P zu dem Unternehmen. Die Familie Haub gilt als eine der reichsten in Deutschland.

Petra Schlitt

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Das vollständige Interview mit Karl-Erivan Haub lesen Sie in der neuen Ausgabe des manager magazin, die am Freitag (21. September) erscheint.

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