Peter Kabel Neuanfang als Gastwirt

Der gescheiterte Multimedia-Unternehmer will wieder unternehmerisch aktiv werden. Er plant ein Restaurant in Ostdeutschland.

Lassahn - Knapp über 500 Einwohner hat das Mecklenburger Dorf Lassahn. Dazu einen See, eine Kirche und ein Sportheim. In dem idyllischen Ort wollen Peter Kabel und sein ehemaliger Finanzchef Fritz Mathys den Ärger vergessen, den ihnen die Staatsanwaltschaft derzeit in der nahe gelegenen Nordmetropole Hamburg bereitet. Dies berichtet das Online-Magazin iBusiness.

Die beiden ehemaligen Multimedia-Manager planen demnach in dem Dorf unweit von Zarrentin einen unternehmerischen Neuanfang. Weniger virtuell soll es diesmal sein. Nach ihrem Scheitern im Multimediageschäft wollen die beiden etwas ganz Handfestes machen und ein Restaurant eröffnen.

Wer sich jetzt Kabel und Mathys hinter der Theke einer Dorfschenke vorstellt, liegt allerdings falsch. Es soll sich um ein Restaurant der gehobenen Klasse handeln. Bleibt zu hoffen, dass die Preise nicht ebenso abheben, wie die beiden Manager es während des Internet-Hypes taten.

Weil sich in der strukturschwachen Region vermutlich nur wenige ein Essen in einem Nobelrestaurant leisten können, soll ein angeschlossenes Medienfortbildungszentrum für die nötige Kundschaft sorgen. In einem alten Bauernhof sollen 15 bis 20 Schüler aus den Fehlern und - seien wir fair - auch aus den Erfolgen der beiden lernen können.

Die Verhandlungen dazu seien bereits seit einem Jahr abgeschlossen, schreibt iBusiness. Die beiden Hamburger hätten für das Gebäude eine siebenstellige Summe bezahlt, hieß es weiter.

Wolfgang Schütt, Pressebeauftragter des Amtes Zarrentin, das die Gemeinde mitverwaltet, konnte gegenüber manager-magazin.de bisher allerdings nur das Vorliegen eines Bauantrags bestätigten. Zu Preisen und dem Fortschritt des Genehmigungsverfahrens könne er zurzeit noch keine Angaben machen.

Auch bei Kabel New Media weiß man nichts über das Engagement des Ex-Chefs. Kabel hat das Unternehmen bereits Anfang September verlassen, Ex-Finanzchef Mathys war einen Monat zuvor zurückgetreten.

Möglicherweise haben die beiden Wirte ihre Rechnung allerdings ohne den Staatsanwalt gemacht. Der ermittelt zurzeit wegen Insidergeschäften und falschen Ad-hoc-Meldungen. Das Ergebnis der Untersuchungen steht noch aus.

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