Kanzler-Outing "Mutti ist schuld"

Lother Vossler hat dem "Kölner Express" verraten, woher Halbbruder Gerhard Schröder (Bild) die ruhige Hand hat.

Köln - "Gerd hat auch als Kind nie die Fassung verloren und wurde nicht hektisch, wenn's mal ganz dicke kam", schreibt der Halbbruder von Bundeskanzler Gerhard Schröder in der Freitagsausgabe des "Kölner Express".

"Und wenn ein Dutzend Leute auf ihn einredeten, hat er immer seine Meinung vertreten. Woher er das hat? Von unserer Mutter natürlich", so Lother Vossler weiter.

"Manchmal wird's flau"

Vosseler brach zugleich eine Lanze für die Arbeitslosen. "Wenn ich dran denke, dass 3,8 Millionen Leute ohne Job in der gleichen Lage sind wie ich - immer wieder zwischen Hoffnung und Enttäuschung - dann wird's mir manchmal richtig flau.

"Der Gerd spricht ja davon, dass er das Problem mit ruhiger Hand angehen will, aber allzu ruhig kann er jetzt wohl auch nicht mehr bleiben."

"Ruhig steht für stark"

Gerhard Schröder hatte in einem Interview mit dem Magazin "Stern" betont, er wolle "der Hektik der gedruckten Meinung nicht politische Hektik folgen lassen". Ruhig stehe für ihn für stark. Er räumte ein, dass im Moment nicht alles in Ordnung sei; für Schwarzmalerei bestehe aber kein Anlaß.

Einem neuen Konjunkturprogramm erteilte der Bundeskanzler in dem Interview eine Absage. Gleichzeitig sprach er sich dafür aus, die Zeitarbeit stärker zum Abbau der Arbeislosigkeit einzusetzen.

Anders als die Opposition mochte Halbbruder Vossler diese Polik des Bundeskanzlers nicht allzusehr kritisieren. "Im Grunde hat er damit aber immer recht gehabt", vertraute er der Boulevard-Zeitung an.