Axa Ermittlungen gehen weiter

Trotz Geldwäsche-Verdacht: Die Axa-Chefs Bébéar und de Castries sind wieder auf freiem Fuß.

Paris - Der Gründer des Versicherungskonzerns Axa, Claude Bébéar, und Axa-CEO Henri de Castries sind nach ihrer vorläufigen Festnahme vor zwei Tagen wieder freigelassen worden. Die französische Justiz ermittelt wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Über die frühere Konzerntochter, die Lebensversicherung PanEuroLife in Luxemburg, sollen angeblich seit Jahren Millionenbeträge am Fiskus vorbei nach Luxemburg transferiert worden sein.

Aufmerksam wurden die Finanzbehörden durch die Post, der anonyme Einzahlungen von Unternehmern und Privatleuten nach Luxemburg aufgefallen waren. In Luxemburg konnte das Geld in bar abgehoben werden. Die Lebensversicherung habe ihren guten Kunden damit eine Möglichkeit der Steuerersparnis vorgeschlagen, sagte ein Finanzbeamter. Das System sei nur "für Kleinunternehmer gedacht, da die Großen keine Lebensversicherung brauchen, um ihr Geld ins Ausland zu bringen".

Nach Gerichtsangaben vom Donnerstag mussten Bébéar und de Castries jeweils eine Kaution von zwei Millionen Francs, rund 305.000 Euro, hinterlegen. Trotz der gerichtlichen Ermittlungen will Bébéar nicht von seinem Amt als Präsident des Pariser Bewerbungskomitees für die Olympischen Spiele 2008 zurücktreten.

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