Frankfurter Allgemeine Dahinter steckt immer Geld

Ex-Herausgeber Müller-Vogg wird für "Vertrauensbruch" abgefunden.

Frankfurt - Im Streit um die Kündigung des früheren Mitherausgebers der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), Hugo Müller-Vogg, haben sich der Journalist und die "FAZ" außergerichtlich geeinigt. Wie Müller-Vogg am Freitag mitteilte, endet sein Vertrag dem Vergleich zufolge "spätestens" zum Ende dieses Jahres. Die Höhe der Abfindung wollte er nicht nennen. Müller-Vogg sprach aber von einer "sehr fairen Gesamtvereinbarung". Daher werde sein Anwalt die eingereichte Kündigungsschutzklage zurückziehen. Die "FAZ" hatte Müller-Vogg am 20. Februar überraschend wegen "Vertrauensbruchs" ordentlich gekündigt.

Von der "FAZ" war am Freitag zunächst keine Bestätigung für die außergerichtliche Einigung zu erhalten. Müller-Vogg betonte indes, dass er nach dem Verzicht auf ein Gerichtsverfahren vermutlich nie die genauen Gründe für seine Entlassung erfahren werde. Wäre die Einigung nun nicht zu Stande gekommen, hätten sich die Streitparteien im Herbst vor Gericht getroffen, so der Journalist. "Wer weiß, wie lange sich das dann hingezogen hätte."

Bei einer ersten Güteverhandlung vor dem Frankfurter Arbeitsgericht hatten die Anwälte beider Seiten Anfang April ihren Willen zu einer Einigung bekundet. Müller-Voggs Vertrag wäre erst Ende 2006 ausgelaufen. Er war seit 1977 bei der "FAZ" - seit 1988 als verantwortlicher Mitherausgeber für den "FAZ"-Lokalteil "Rhein-Main-Zeitung" sowie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Sein Nachfolger bei der "FAZ" ist seit Anfang März Dieter Eckart.

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